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Finanzwissen ohne Scham

Was die Schule
nie erklärt hat

Sachliche Erklärungen zu Inflation, Steuerprogression, Lohnabrechnung und den Tricks hinter Prozentangaben in der Werbung. Aus öffentlich zugänglichen Quellen, ohne Beratungsanspruch.

Die zentralen Themen

Finanzielle Bildung beginnt nicht mit komplizierten Anlageprodukten. Sie beginnt mit dem Verständnis der Dinge, die jeden Tag passieren.

Detailaufnahme einer deutschen Lohnabrechnung mit Brutto- und Nettobetrag
Lohnabrechnung verstehen

Was Brutto und Netto wirklich bedeuten

Jede Lohnabrechnung enthält eine Reihe von Abzügen, die auf den ersten Blick undurchsichtig wirken. Dabei folgen sie einer klaren Logik. Das Bruttogehalt ist der vertraglich vereinbarte Lohn vor allen Abzügen.

Davon gehen Lohnsteuer, Kirchensteuer (falls zutreffend), Solidaritätszuschlag sowie die Arbeitnehmeranteile zur Sozialversicherung ab. Was übrig bleibt, ist das Netto. Wie hoch die Abzüge ausfallen, hängt von Steuerklasse, Kinderfreibeträgen, Kirchenmitgliedschaft und weiteren Faktoren ab.

  • Rentenversicherung: Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen den Beitragssatz je hälftig
  • Krankenversicherung: gesetzlicher Beitrag plus individueller Zusatzbeitrag der Krankenkasse
  • Pflegeversicherung: mit Zuschlag für Kinderlose in bestimmten Bundesländern
  • Arbeitslosenversicherung: fester Prozentsatz vom beitragspflichtigen Entgelt
Arbeitsblatt herunterladen
Hand hält Lupe über Werbeanzeige eines Finanzprodukts mit Prozentangaben
Werbetricks durchschauen

Warum Prozente in der Werbung fast immer irreführen

Ein Finanzprodukt wirbt mit "bis zu 5 % Rendite". Was klingt wie eine Aussage, ist oft eine Nicht-Aussage. Denn entscheidend ist, worauf sich der Prozentsatz bezieht, über welchen Zeitraum, und unter welchen Bedingungen.

Nominalzins und Effektivzins unterscheiden sich erheblich, sobald Gebühren und Laufzeiten ins Spiel kommen. Die PAngV schreibt für Kredite den Ausweis des effektiven Jahreszinses vor, dennoch bleiben viele Angaben missverständlich.

  • Basiszinssatz versus effektiver Jahreszins bei Kreditprodukten
  • "Bis zu"-Formulierungen als rechtlich zulässige Maximalangabe
  • Unterschied zwischen absoluter und relativer Renditeangabe
Mehr erfahren

Wie Polunvex entstanden ist

Ein Blog, der aus einer einfachen Beobachtung entstand: Grundlegende Finanzfragen werden in Deutschland kaum öffentlich erklärt.

Ausgangspunkt

Die Beobachtung

Gespräche mit Bekannten zeigten: Viele Erwachsene verstehen ihre eigene Lohnabrechnung nicht vollständig, fühlen sich aber zu unwohl, um nachzufragen. Dieses Schweigen hat einen Namen: Finanztabu.

Recherche

Quellen sichten

Bundesministerien, Statistikämter, Bundesbank und verbraucherschutznahe Institutionen veröffentlichen umfangreiche Informationen. Das Problem ist nicht die Verfügbarkeit, sondern die Zugänglichkeit dieser Informationen.

Konzept

Sprache finden

Finanzthemen ohne Fachjargon zu erklären, ohne dabei ungenau zu werden, erfordert Sorgfalt. Jeder Artikel entsteht aus öffentlich zugänglichen Primärquellen und wird auf sachliche Richtigkeit geprüft.

Launch

Polunvex geht online

Der Blog erscheint mit einem Grundbestand an Artikeln zu den Themen, die am häufigsten missverstanden werden: Inflation, Steuerprogression und Lohnabrechnung.

Heute

Druckbare Arbeitsblätter

Ergänzend zu den Texten entstehen strukturierte Arbeitsblätter, die Leserinnen und Leser dazu einladen, Konzepte anhand eigener Zahlen nachzuvollziehen. Ohne Anmeldung, ohne Kosten.

Druckbare Arbeitsblätter

Nachvollziehen ist mehr als Lesen. Die kostenlosen Arbeitsblätter laden dazu ein, Konzepte wie Steuerprogression oder Inflationsberechnung anhand eigener Zahlen zu erkunden.

Zu den Arbeitsblättern

Hinweis: Alle Inhalte auf dieser Website dienen ausschließlich der allgemeinen Information und Bildung. Sie stellen keine Steuer-, Rechts- oder Finanzberatung dar und ersetzen diese nicht. Für individuelle Fragen wenden Sie sich bitte an zugelassene Fachleute.